Wie funktioniert die Sanktionslisten-Prüfung?
Es gibt diverse Einstellungen, um die Nutzung der Sanktionslisten-Prüfung in Scope zu steuern. Die Einstellungen können für eine Legal-Entity, eine Branch oder für einen ganzen Server eingerichtet werden.
- Automatisierte Abfrage oder manuelle Abfrage
Bei der automatisierten Abfrage prüft Scope, wann die Adresse zuletzt geprüft wurde und ob zwischenzeitlich die Sanktionsliste ggf. aktualisiert wurde, sodass eine neue Prüfung notwendig ist. Die Prüfung erfolgt automatisch, sobald eine Adresse/ein Geschäftspartner in einem Vorgang eingefügt/verwendet wird. Es werden also nicht alle Adressen in Scope geprüft, sondern immer nur die aktuell verwendeten Adressen, zu der der Zeitstempel der letzten Prüfung hinter dem des Listen-Datums liegt. Sie müssen selbst nichts tun, werden aber informiert bzw. an der Weiterbearbeitung gehindert, falls die automatisierte Prüfung gegen die Adressen der Sanktionsliste anschlägt.
Bei der manuellen Abfrage müssen Sie die Prüfung proaktiv anstoßen. Sie können entweder einzelne Adressen oder via Kontextmenü > Extras alle Adressen der Sendung/Order in einem Zug prüfen lassen. -
Validierung rot (Fehler) oder gelb (Warnung)
Bei der Sanktionslisten-Prüfung gibt es die Option zu entscheiden, ob eine nicht geprüfte Adresse eine Pflicht-Aktion erfordert oder ob die Validierung nur eine Warnung sein soll, sodass Sie zwar auf die fehlende Prüfung hingewiesen werden, aber trotzdem den Vorgang auch ohne Adressprüfung abschließen können. - Prozentsatz, ab wann die Adressprüfung Alarm schlägt
Im Vorfeld kann bestimmt werden, ab welchem Prozentsatz bei einer Übereinstimmung einer Adresse mit einer Adresse auf der Sanktionsliste Scope eine Validierung (rot oder gelb) ausgibt. Die Standardeinstellung für den Prozentsatz beträgt 80 %. Der Prozentsatz kann aber auch anders eingestellt werden. - Datum für Good Guy
Es kann definiert werden, wie weit die Benutzer (welche die Berechtigung haben, eine Adresse auf Good Guy zu setzen) das Datumsfeld in die Zukunft setzen können, um die Adressprüfung auszuhebeln. So können Sie z. B. Benutzern die Berechtigung geben eine Adresse nur für den aktuellen Tag auf Good Guy zu setzen, damit sie am nächsten Tag ggf. wieder geprüft wird/werden muss. Jeder dieser Parameter kann auch im laufenden Scope-Betrieb wieder geändert werden. Wenn Sie also z. B. feststellen sollten, dass Ihnen eine manuelle Prüfung lieber ist als die automatisierte Prüfung, können wir das gerne wieder für Sie umstellen. -
Smartes Weißliste-Feature für die Sanktionslistenprüfung
Die bisherige „Good Guy“-Funktion wurde durch einen smarteren Prozess erweitert. Zentrale Vorteile gegenüber „Good Guy“ sind die fortlaufende automatische Prüfung von freigegebenen Adressen (Whitelist) sowie der Wegfall manueller Nachprüfungen derselben Adresse mit identischem Trefferergebnis nach einigen Tagen. Nachprüfungen erfolgen nur noch bei Änderungen an der Adresse oder bei Veränderungen der Treffer auf den Sanktionslisten.
Um eine Adresse auf die Weißliste zu setzen, benötigt Scope ein vollständiges Prüfergebnis. Dieses wird mit allen Treffern oberhalb des Schwellenwertes inklusive deren Ähnlichkeitswerten gespeichert.
Scope prüft freigegebene Adressen kontinuierlich im Detail (Treffer inklusive Ähnlichkeit), und zwar entsprechend der Konfiguration der Sanktionslistenprüfung (automatisch oder manuell).
Stellt Scope eine Abweichung zwischen einem aktuellen Detailergebnis der Sanktionslistenprüfung und dem gespeicherten Ergebnis fest, wird die Adresse automatisch von der Whitelist entfernt. Dadurch wird eine manuelle Prüfung erzwungen. Dies tritt beispielsweise auf, wenn sich Sanktionslisten ändern und sich dadurch relevante Treffer oberhalb des Schwellenwerts verschieben.
Wird eine Adresse in Scope geändert, wird sie ebenfalls von der Whitelist entfernt – analog zum Verhalten bei der Good-Guy-Einstellung.
Wenn ein*e Benutzer*in eine Adresse auf die Whitelist setzt, wird ein Protokolleintrag mit Zeitstempel unter Monitoring > Sanktionslistenereignisse in der Kategorie WHITELIST erstellt.
Eine Adresse kann entweder auf die Whitelist gesetzt oder als Good Guy markiert werden – beides gleichzeitig ist nicht möglich. Ein Reset entfernt entweder die Adresse von der Whitelist oder löscht das „Good Guy bis“-Datum.
Die Nutzung der Whitelist-Funktion erfordert die neue Berechtigung „Sanktionslistenprüfung: Weißliste“. Die Berechtigung für die Good-Guy-Funktion lautet „Sanktionslistenprüfung: Überschreiben Ergebnis, Datum begrenzt“ .
Für die Einrichtung der Parameter (automatisierte Abfrage - Prozentsatz - Datum für Good Guy) wenden Sie sich bitte an das Riege-Support-Team.
Sanktionslisten: https://service.riege.com/de/knowledge/sanktionslisten
Anleitung zur Durchführung in Scope: Sanktionslistenprüfung