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Was sind die Unterschiede zwischen den Freigabe/Ausnahme-Optionen der Sanktionlistenprüfung „Good Guy“ und „Weißliste“?

Adressübereinstimmungen, die den Ähnlichkeitsschwellenwert überschreiten, müssen von qualifiziertem Personal manuell bearbeitet werden. Scope bietet zwei verschiedene Strategien zur Behandlung von Fehlalarmen.

Die „Good Guy“ Strategie

Berechtigte Benutzer*innen können ein Datum festlegen, bis zu dem eine Adresse von weiteren Sanktionslistenprüfungen ausgenommen ist. Wie weit dieses Datum in der Zukunft liegen darf, ist konfigurierbar – siehe … Wie funktioniert die Sanktionslistenprüfung?

Nur Benutzer*innen mit der Berechtigung „Sanktionslistenprüfung: Überschreiben Ergebnis, Datum begrenzt“ dürfen ein „Good Guy bis“-Datum setzen.

Die „Whitelist“-Strategie

Mit Scope 26.4 steht eine alternative und smartere Option zur Verfügung, um Fehlalarme zu behandeln. Nach einem Klick auf „Adresse prüfen und ähnliche Adressen anzeigen“ wird in Scope eine Liste von Adresstreffern aus den Sanktionslisten mit ihrem prozentualen Übereinstimmungswert oberhalb des Schwellwerts angezeigt. An dieser Stelle können Sie auch die Detailinformationen zur Sanktionslistenprüfung der ausgewählten Adresse einsehen. Nachdem Sie sich vergewissert haben, dass es sich tatsächlich um einen Fehlalarm handelt, können berechtigte Benutzer*innen die Scope-Adresse auf die Weißliste setzen.

DPS-whitelisting

Adressen auf der Weißliste sind nicht von weiteren Prüfungen gegen die Sanktionslisten ausgenommen, sondern werden weiterhin in alle automatischen und manuellen Prüfungen einbezogen – allerdings mit einer angepassten Logik:

In dem Moment, in dem eine Adresse auf die Weißliste gesetzt wird, speichert Scope das vollständige Prüfergebnis, einschließlich aller Treffer oberhalb des Schwellwerts mit ihrem prozentualen Übereinstimmungswert und dem zugehörigen Sanktionslisteneintrag.

Wird diese Adresse bei einer späteren automatischen oder manuellen Prüfung erneut gefunden, führt Scope die detaillierte Ähnlichkeitssuche nochmals durch und löst nur dann einen Alarm aus, wenn das neue Ergebnis vom gespeicherten Ergebnis abweicht. Änderungen in den Sanktionslisten, die Auswirkungen auf die Treffer der weißgelisteten Adresse haben, führen dazu, dass die Adresse von der Weißliste entfernt wird und erneut durch eine Benutzer*in bewertet werden muss. Änderungen in den Sanktionslisten ohne Bezug zu der weißgelisteten Adresse führen hingegen zu keinem Alarm.

Wesentliche Vorteile gegenüber der „Good Guy“-Strategie sind die durchgängige automatische Prüfung von weißgelisteten Adressen sowie der Wegfall manueller Wiederholungsprüfungen derselben Adresse mit identischem Trefferergebnis nach einigen Tagen. Nachprüfungen beschränken sich auf Adressänderungen oder geänderte Trefferergebnisse gegen die Sanktionslisten.

Die Nutzung der Weißlisten-Funktion erfordert die Berechtigung „Sanktionslistenprüfung: Weißliste“.

Allgemeines Verhalten

Beide Strategien, „Good Guy“ und „Weißliste“, verhalten sich in folgenden Punkten identisch:

  • Wenn eine Adresse in Scope geändert wird, setzt Scope die Einstellung für diese Adresse automatisch zurück.

  • Eine Adresse kann entweder auf die Weißliste gesetzt oder als „Good Guy“ markiert werden – beides gleichzeitig ist nicht möglich.

  • Die Option „Zurücksetzen“ entfernt entweder die Adresse von der Weißliste oder löscht das „Good Guy bis“-Datum.

  • Wenn eine Adresse auf die Weißliste oder als „Good Guy“ gesetzt wird, erzeugt Scope einen Protokolleintrag mit Zeitstempel unter Monitoring > Sanktionslistenprüfung Ereignisse in der jeweils passenden Kategorie.